Frau Stojka beeindruckte mit grausamen Erlebnissen und zugleich mit viel Güte und Toleranz zu den Menschen:
Recht, nicht Rache!

Am 17. März 2004 hatten die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen die Möglichkeit mit Frau Ceija Stojka (Zeitzeugin- Überlebende des Holocaust) und Dr. Heribert Schiedel vom Dokumentationsarchivs des öst. Widerstandes über das Nazi-Regime und die immer noch vorhandenen braunen Flecken in Europa zu diskutieren.

Organisiert wurde diese Veranstaltung von der Friedensinitiative und Kulturamt der Stadt Linz und Land der Menschen OÖ in Kooperation mit der HS 10.

Frau Ceija Stoika, begleitet von ihrer Schwiegertochter Nuna, erzählte eindrücklich über ihre Erlebnisse als fahrende Zigeunerin der 30er Jahre, über Berufs- und Schulverbot, Einlieferung in das KZ Ravensbrück, Transport nach Auschwitz, Bergen Belsen. Dort wurde sie kurz vor ihrem zwölften Geburtstag durch englische Soldaten befreit.

Frau Stojka beantwortete mit viel Geduld und Verständnis für die heutige Jugend die unzähligen Fragen. Wie sie überlebt hätte, ob sie Hitler persönlich getroffen hätte, was ihre größte Angst im KZ gewesen sei- warum sie die Tätowierung am Arm später nicht entfernen lies. Immer wieder musste Frau Stojka mit den Tränen kämpfen, aber auch die Schülerinnen und Schüler zeigten sich gerührt.

Diese Schülerinnen und Schüler sind die letzte Generation, die mit Zeitzeugen Kontakt haben kann. Bald werden auch die letzten gestorben sein, dann wird es ihre Aufgabe sein, deren dramatische Geschichten weiterzugeben, damit so etwas nie wieder passieren kann.

Am Ende der zweistündigen Veranstaltung wollten sich viele SchülerInnen bei Frau Stojka noch persönlich dafür bedanken, dass sie ihre Geschichte weitergibt. Erinnerungsfotos wurden gemacht und Autogramme von der bewundernswerten Frau erbeten.